Langlaufen und Schneeschuhwandern im Südschwarzwald

Das schneebedeckte Hinterzarten war unser Ausgangspunkt für unsere drei Aktivtage im Südschwarzwald. Zum Langlaufen und Schneeschuhwandern mussten wir jedoch hoch in das Feldberggebiet, denn nur dort lag ausreichend Schnee. Nach dem Sturm Sabine waren noch nicht alle Wege von den umgestürzten Bäumen freigeräumt und alle Loipen gespurt. Klassisch langlaufend unterwegs waren wir deshalb am ersten Tag auf der abwechslungsreichen Menzenschwander Spur, die zwischen 1138 und 1235 m hoch liegt. Die Schneeschuhgeher machten sich ohne Schneeschuhe wandernd auf den Weg in die Ravennaschlucht, die in ihrem Bachlauf viel Wasser führte. Bei der Durchquerung der Schlucht war wegen des nassen, teils schnee-und eisbedeckten Pfades gutes Schuhwerk notwendig. Der Wasserfall und das Ravenna-Viadukt beeindruckten am meisten auf der sieben km langen Tour.

Am zweiten Tag machten wir alle gemeinsam bei herrlichem Sonnenschein mit Schneeschuhen die Feldberg-Gipfeltour. Vom Haus der Natur aus stiegen wir entlang des Seebuck hoch, hinunter zum Grüble, um danach über den Mittelbuck wieder kräftig anzusteigen und dann den Feldberggipfel auf 1493 m zu erreichen. Auf dem Weg hoch zeigte sich bei genialer Fernsicht  die immer größere Alpenkette von den österreichischen Bergen im Osten bis zu den unzähligen Gipfeln der Schweizer Alpen. Wir stiegen ab zur St. Wilhelmer Hütte, stärkten uns dort mit Schwarzwälder Torte oder zünftiger Kost und vorbei an der Todtnauer Hütte gingen wir zum Ausgangspunkt zurück. Acht Kilometer mit vierhundert Höhenmetern sind wir insgesamt gegangen.

Am dritten Tag war es für die Langläufer auf dem Feldberg zu stürmisch, die geplante Stübenwasenspur  zum Notschrei zu gehen. Deshalb  liefern wir noch einmal klassisch auf der Menzenschwander Spur. Die Schneeschuhwanderer gingen noch einmal ohne Schneeschuhe von Hinterzarten aus los  über die Bruderhalde zum Titisee und umrundeten ihn entgegen dem Uhrzeigersinn. Zurück ging’s über Erlenbruck  wieder nach Hinterzarten.  Nach einer anschließenden gemeinsamen Einkehr im idyllisch gelegenen Café Feldberglick ließen wir uns von den sagenhaften Kuchen und Torten verwöhnen.

Vielleicht treffen wir beim nächsten Mal den Südschwarzwald so winterlich an, dass die 700 km Loipen, davon alleine 90 km in Hinterzarten gespurt sind.

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Langlaufen im Südschwarzwald